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Wandern
in Südtirol - Seite 2
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VON
ST. PAULS ZUM SCHLOSS BOYMONT
Vor
der Beschreibung dieser Wanderung oberhalb von
Eppan eine kurze historische Abhandlung. Schloss
Boymont ist eine hochmittelalterliche Burgruine
auf einem Felsrücken. Die Erbauungszeit der Burg
liegt zwischen 1220 und 1230, Erbauer waren
vermutlich Angehörige eines Seitenzweiges der
Grafen von Eppan.
Um 1400 befand sich die Burg dann im Besitz von
Ulrich Kässler, der die reiche Erbtochter Barbara
von Boymont geheiratet hatte. Dieser bürgerliche
Aufsteiger war ein Günstling des Tiroler Landesfürsten
Herzogs Friedrich mit der leeren Tasche
(1382-1439). 1425 brannte die Burg aufgrund von
Brandstiftung ab. Da die stattliche Anlage seit
diesem Vorfall nicht mehr ausgebaut wurde, blieb
hier eine große romanische Wohnburg fast ohne spätere
Um- und Zubauten erhalten. Heute gehört
Schloss Boymont zum Schlosshotel Korb, im Innenhof
der Ruine befindet sich eine gemütliche Gaststätte.
Diese ist natürlich das Ziel der Rundwanderung,
die im Zentrum von St. Pauls beginnt. Für die
Anfahrt empfiehlt sich der Pkw, Parkmöglichkeiten
(kostenlos) gibt es hinter dem Friedhof. Vom
Parkplatz geht man zurück zum Brunnen in der
Dorfmitte, der am Anfang der St. Justina-Straße
liegt. Diese gehen wir aufwärts (Markierung Nr.
9), dann rechts, dem Wegweiser Perdonig/Gaid
folgend.
An der Einmündung des Missianerwegs gibt es nun
zwei Möglichkeiten. Entweder man zweigt rechts
ab, folgt dem Weg bis zum Schlosshotel Korb und
steigt von hier unbeschwerlich zum Schloss Boymont
auf. Oder man wandert am Missianerweg vorbei
gerade aus (Markierung Nr. 8a). Wir entscheiden
uns für Variante zwei, die sicher die
landschaftliche schönere Möglichkeit ist, zum
Schloss zu gelangen. An einer Linde gehen wir
links, dann auf der Straße gleich wieder rechts
bis zu einem Brunnen und einem interessanten
mittelalterlichen Wohnturm. An diesem rechts
vorbei. Nun ist der Weg durchgehend gut
markiert. Nach dem Aussichtspunkt Kreuzstein (großes
Holzkreuz) geht es ein kurzes Stück durch
den Wald, vorbei an Obstgärten bis zu einem
Wasserspeicher.
Anschließend beginnt das letzte Stück des Wegs
Richtung Boymont (Nr. 9a). Dieses hat allerdings
seine Tücken. War der Pfad vor einigen Jahren
noch sehr gut begehbar, präsentierte er sich im
Sommer 2013 in erstaunlich schlechten
Zustand. Da mehrere Schluchten durchquert werden müssen,
empfiehlt sich der Weg für Wanderer mit Kindern
oder Hund nun eigentlich nicht mehr, da Teile des
Pfads regelrecht weggebrochen sind. Wer sich
trotzdem für diese Route entscheidet hat sich die
Stärkung in der Gaststätte
im Innenhof von Schloss Boymont (gehobenes
Preisniveau) anschließend redlich verdient. Zwar
besteht die Möglichkeit nun noch weiter zur Burg
Hocheppan zu wandern. Da sich dieser Weg jedoch in
ähnlich schlechtem Zustand befinden soll wie der
Pfad, den man schon hinter sich hat, sollte man
sich eine Fortsetzung der Wanderung gut überlegen.
Wir stiegen jedenfalls vom Schloss Boymont zum
Schlosshotel Korb ab und gelangten über den
Missianerweg zurück zum Ausgangspunkt in St.
Pauls.
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VON
LANA ZUM GASTHOF WAALRAST (NIEDERLANA)
Die
gemütliche Rundwanderung beginnt an der
Gampenstraße in Lana. Parkmöglichkeiten gibt es
am Café Winkler in Oberlana, Ländgasse 1.
Alternativ fährt man von Meran Bahnhof mit dem
Bus Nr. 211 bis Lana-Busbahnhof und geht dann in
Fahrtrichtung über die Falschauer-Brücke.
In beiden Fällen orientiert man sich am Gasthof
Forsterbräu an der Hauptstraße. Steht man direkt
vor dessen Haupteingang, geht es rechts in
Richtung Fußgängerzone. Diese durchqueren wir
bis zur Kreuzung mit der Gampenstraße und biegen
in diese rechts ab. Nun geht es auf dem Fußgängerweg
entlang der Straße ganz leicht bergauf bis kurz
nach einem großen Strom-Umspannwerk links der
Brandis-Waalweg beginnt (bestens beschildert).
Auf dem idyllischen Waalweg geht es nun ohne große
Höhenunterschiede immer geradeaus bis zum äußerst
empfehlenswertem Gasthof Waalrast.
Natürlich kann man noch ein kurzes Stück bis zum
Wasserfall des Brandisbachs weiter wandern,
allerdings muss man dort umkehren und bis zum
Gasthof zurück laufen. Hier ist natürlich eine
Einkehr absolute Pflicht, auf den Nachtisch sollte
man aber (noch) verzichten. Für diesen bietet
sich ein Stopp im Café Inge in Niederlana an.
Dieses erreicht man, indem man vom Gasthof
Waalrast den Waalweg ein kurzes Stück in Richtung
Ausgangspunkt zurück geht und dann rechts
abzweigt (Beschilderung).
Vom Café Inge verläuft die Straße weiter an der
Pfarrkirche Niederlana vorbei, wo sich eine
Besichtigung des berühmten Schnatterbeck-Altars
empfiehlt. Anschließend hat man wieder einmal
zwei Möglichkeiten. Entweder man geht zu Fuß auf
der Schnatterbeck Straße (Hauptstraße) nach
links und zurück nach Oberlana. Hier biegt man
ebenfalls links ab und erreicht somit wieder den
Gasthof Forsterbräu. Oder man erspart sich den
zusätzlichen Fußmarsch und fährt mit dem
City-Bus Nr. 215 von Niederlana zum Forsterbräu
zurück.
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| VON
DORF TIROL ZUM GASTHOF UNGERICHT (KUENS)
Der
Gasthof Ungericht, am oberen Ortsende von Kuens
gelegen, ist das Ziel dieser Wanderung, die in
Dorf Tirol beginnt. Die Anfahrt erfolgt entweder
mit dem eigenen Pkw (kostenpflichtige Parkplätze
im Ortszentrum) oder von Meran Bahnhof mit dem Bus
Nr. 221.
Ausgangspunkt in Dorf Tirol ist das Vereinshaus am
Aichweg. Von hier aus gehen wir den Aichweg
entlang bis links der Apfelweg abzweigt
(Beschilderung). Auf dem Apfelweg geht es nun
immer bergauf bis zum ehemaligen Kloster-Seminar.
Von hier aus folgt man zunächst immer den
Wegweisern zum Tiroler Kreuz. Den höchsten Punkt
der Wanderung hat man erreicht, wenn rechts der
Weg zum Gasthof Ungericht
nach Kuens abzweigt. Diesem gemütlichen Wanderweg
folgen wir denn auch bis zum Gasthof.
Der Gasthof lädt übrigens nicht nur zu einer
kulinarischen Stärkung ein, sondern beherbergt
auch ein eigenes Traktor-Museum, dessen Besuch
sich ebenfalls anbietet. Anschließend muss man
sich entscheiden, wie es zurück nach Dorf Tirol
geht. Natürlich kann man wieder auf dem
selben Weg zurück wandern, was aber wenig
abwechslungsreich ist. Deswegen sei hier eine
Alternative empfohlen. Zunächst geht man einige
Minuten auf dem bereits bekannten Wanderweg zurück.
Dann zweigt man nach links ab und folgt der
Beschilderung "Kiosk Tanner". Vom Kiosk
aus läuft man nach rechts ein kurzes Stück an
der Hauptstraße entlang. Dann geht es nach
rechts in eine Straße ab, die bald in einen
Wanderweg mündet und bergauf nach Dorf Tirol zurück
führt (Beschilderung). Nach dem Aufstieg kommt
man auf eine Lichtung, an der man wieder auf den
Aichweg trifft. In diesen biegt man nach links ab
und gelangt so zum Ausgangspunkt zurück.
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| RABLAND
- ASCHBACH - QUADRAT - TÖLL - RABLAND
Für
diese außergewöhnliche Rundwanderung
sollte man unbedingt einen kompletten Tag
einkalkulieren, da gleich mehrere idyllische
Berggasthöfe zur Einkehr einladen. Optimaler
Ausgangspunkt ist Rabland, wo man den Pkw auf dem
Parkplatz vor dem Bahnübergang (links und rechts)
abstellen kann. Alternativ gelangt man aber auch
mit dem Zug nach Rabland.
Gleich hinter dem Bahnhof befindet sich die
Talstation der Seilbahn nach Aschbach, die ab
08.00 Uhr morgens in Betrieb ist. Mit der Gondel
geht es hinauf, direkt vor der Bergstation beginnt
der Weg 27A, dem wir zunächst folgen, ohne auf
irgendwelche Abzweigungen in Richtung Tal zu
achten. Auch durch die Schilder, die die
Wegbenutzung durch Mountainbiker regeln, lassen
wir uns nicht beirren.
Wir verlassen den breiten Forstweg erst dort, wo
ein Pfad zum Eggerhof
abzweigt. Diesem folgen wir bis zu ersten Einkehrmöglichkeit,
die einen herrlichen Blick auf den vorderen
Vinschgau bietet. Das Gemeindegebiet von Algund,
wozu kurioserweise Aschbach gehört, haben wir
mittlerweile verlassen und befinden uns in der
Gemeinde Marling.
Nach einer Stärkung steigen wir nun vom Eggerhof
(Foto unten lks.) zunächst über die Fahrstraße,
die an einer Ferienhaussiedlung vorbei führt, in
Richtung Quadrat ab. Wer abkürzen möchte, kann
dies über steile Pfade tun und so die Serpentinen
der Fahrstraße abschneiden. Nacheinander folgen
nun der Gasthof Brünnl,
der Gasthof Gramegg und schließlich der Niederhof.
So ganz nebenbei sind wir auch von Marling ins
Gemeindegebiet von Partschins (Fraktion Quadrat)
gewandert.
Vom Niederhof geht's talwärts weiter - entweder
über die Straße oder, wie bereits oben
beschrieben, wieder über Abkürzungen zwischen
den Serpentinen. So gelangen wir schließlich nach
Töll, wo wir die Bahnstrecke NICHT überqueren,
sondern entlang der Gleise geradeaus bis zum
Bahnhof gehen. Von hier bringt uns die
Vinschgerbahn zum Ausgangspunkt der Wanderung, dem
Bahnhof in Rabland, zurück. Da nicht jede
Vinschgerbahn in Töll hält, empfiehlt sich vor
Antritt der Wanderung unbedingt ein Blick in den
Fahrplan.
Übrigens kann man als bequemen Ausgangspunkt der
Tour auch Partschins wählen. Die Anfahrt erfolgt
von Meran aus mit dem Bus 213 bis zur
Endhaltestelle (hier sind auch Pkw-Parkplätze
vorhanden). Von hier aus steigt man in den
Kleinbus Nr. 265 um, der in Richtung Naturns fährt
(keinesfalls in Richtung Wasserfall fahren!!!).
Der Bus passiert auf seiner Fahrt auch den Bahnhof
in Rabland (Seilbahn). Zurück nach Partschins
gelangt man von Töll aus wieder mit dem Bus 213.
Die Haltestelle findet man, indem man nach dem
Abstieg von Quadrat, rechts abbiegt und die
Bahngleise sowie anschließend die Vinschgauer
Staatsstraße überquert. Nur wenige Meter bergauf
in Richtung Partschins befindet sich direkt in der
ersten Kurve die Bushaltestelle. 
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| SÜDTIROLER
ERDBEER-WEG
Für
diese Wanderung empfiehlt sich unbedingt ein
Wochentag, da man zur An- und Rückfahrt eine
Buslinie benötigt, die samstags und sonntags nur
recht selten verkehrt. Ausgangspunkt ist der
Bahnhof in Goldrain, wohin uns die Vinschger Bahn
oder der eigene Pkw bringt.
Unmittelbar vor dem Bahnhof startet die Buslinie
262 ins Martelltal (normalerweise direkter
Zug-Anschluss), mit der wir bis ins Dorf Salt
fahren. Von der Haltestelle gehen wir ein kurzes
Stück entgegen der Fahrtrichtung zurück, überqueren
eine Holzbrücke und biegen dann rechts durch ein
Tor auf den Erdbeer-Weg (Markierung 22) ein. An
der Route befinden sich sieben Info-Stationen zum
Thema Erdbeeren (Geschichte, Sorten, Tätigkeit
der Genossenschaften). Verlängert man den Weg
kommen zwei weitere Informationstafeln hinzu.
Der Weg, der erst 2013 eröffnet wurde, ist
bestens ausgeschildert. Für die lange Variante,
die unbedingt empfehlenswert ist, benötigt man
gute drei Stunden. Diese wählt man aus, wenn der
Weg 22 rechts zum Ort Gand abzweigt, von wo man
nach Überqueren der Straße und einer Brücke
entlang eines Bachs in Richtung Ausgangspunkt zurückwandern
könnte (Weg 36). Wir halten uns an der Abzweigung
jedoch geradeaus und gehen durch den Wald weiter
Tal einwärts, bis wir kurz vor einem Bach auf den
Weg mit der Markierung 2 A treffen, der hinunter
zur Landstraße führt. Auf dieser wandern wir nun
in entgegengesetzter Richtung (Norden) bis links
der Uferweg mit der Markierung 36 abzweigt. Über
diesen geht es zurück zum Ausgangspunkt.
Es empfiehlt sich allerdings, nicht bis Salt zu
wandern, sondern nur bis Trattla. Hier befindet
sich das Erdbeer-Informationszentrum, wo nicht nur
eine Einkehr, sondern auch ein Besuch des dazu gehörigen
Ladens empfehlenswert ist. Die Haltestelle für
den Bus zurück nach Goldrain befindet sich direkt
am Info-Zentrum auf der gegenüber liegenden Straßenseite.
Wer übrigens den eigenen Pkw dem Bus vorzieht,
parkt am besten in Trattla am Info-Zentrum und läuft
von hier aus in ca. zehn Minuten zum Beginn des
Erdbeer-Wegs in Salt zurück. 
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