Wandern in Südtirol - Seite 4



RUND UM DEN KALTERER SEE

Da die knapp zehn Kilometer lange Tour vor Ort ganz hervorragend beschildert ist, muss auf den Wegverlauf nicht näher eingegangen werden. Deswegen vor allem einige ergänzende Tipps.

Die Anfahrt sollte mit dem privaten Pkw erfolgen. Direkt am Kalterer See gibt es ausreichend Parkplätze, die auch einem größeren Besucheransturm gewachsen sind. Aber genau das ist der Punkt. In der Saison gleicht die Anzahl der Spaziergänger einer Völkerwanderung. Der Höhenunterschied auf dem gesamten Weg ist minimal, so dass die Runde leicht zu bewältigen ist. Wer aber Ruhe und Natur genießen möchte, sollte die Wanderung bevorzugt im Frühjahr oder im Spätherbst in Angriff nehmen. Sämtliche Gastronomiebetriebe rund um den See sind dann zwar geschlossen, aber das ist zu verschmerzen.

Empfohlen wird eine Umrundung des Sees entgegen dem Uhrzeigersinn. So hat man das Wegstück, das entlang der Hauptstraße verläuft, schon am Beginn hinter sich gebracht. Die Wanderung startet am großen Seeparkplatz. Hier hält man sich rechts, passiert die Parkfläche für Wohnmobile und folgt dann stets der Beschilderung. Nach etwa zehn Minuten folgt das Wegstück entlang der Straße. An dieses schließt sich dann der eigentliche "See- Rundwanderweg" an. Aber Vorsicht: Die Bezeichnung "See-Rundwanderweg" ist etwas missverständlich. Diese besagt lediglich, dass man den Kalterer See umrundet, aber nicht, dass man an dessen Ufer entlangspaziert.

Ein Großteil des Weges führt entlang des Biotops, dass meist auch den Blick auf den See versperrt. Da links und rechts an den Asphaltweg und die Steige Sumpfflächen angrenzen, ist die Wanderung für Hunde nicht unbedingt optimal. Der Vierbeiner muss jedenfalls die meiste Zeit an der Leine geführt werden.

Während der letzten 30 Minuten der Wanderung hat man dann zumindest noch einen schönen Blick auf den See, doch schon wenig später ist man zurück am Parkplatz. Fazit: Es handelt sich um eine landschaftlich durchaus reizvolle, sehr leichte Tour, die einen jedoch aufgrund der wenigen Chancen, einen Blick auf den See zu erhaschen, doch etwas enttäuscht zum Pkw zurückkehren lässt.