Wandern in Südtirol - Seite 3



RUNDWANDERUNG ZUM FELIXER WEIHER

Die Anfahrt zu dieser gemütlichen Rundwanderund kann sowohl mit dem Pkw als auch mit dem Bus (Linie 246 ab Meran) erfolgen. Ausgangspunkt ist in beiden Fällen ein Parkplatz auf der rechten Seite der Gampenjochstraße (kurz nach der Abzweigung zum Wallfahrtsort Unsere liebe Frau im Walde). Hier überquert man die Fahrbahn und folgt dann auch schon der Beschilderung zur Felixer Alm.  

Der breite Weg (Forststraße) führt nun mit mäßiger Steigerung inmitten einer herrlichen, noch äußerst naturbelassenen Landschaft langsam bergauf. Auch mit Kindern ist diese Wanderung leicht zu  bewältigen. Je nach Gehgeschwindigkeit erreicht man schließlich die Felixer Alm, die wir jedoch links liegen lassen. Unser Weg führt nun auf einem Pfad bergab zum idyllischen Felixer Weiher, der früher den Namen Tretsee trug. 

Am See angekommen, gehen wir rechts und umrunden diesen (ca. 30 Minuten), bis am oberen Ende der Weg zum Gasthof Waldruhe ausgeschildert ist. Hier ist nun eine Einkehr angesagt, vor allem, da der Kaiserschmarrn eine absolute Spezialität des Hauses ist. 

Nach der Rast kehren wir zum Felixer Weiher zurück und setzen die Umrundung fort. Den Pfad, über den wir auf dem Hinweg zum See gekommen sind, lassen wir rechts liegen, und biegen kurz darauf nach rechts auf den Weg mit der Markierung Nr. 9 ab. Dieser bringt uns wieder talwärts, wobei man entweder den breiten Weg benutzen oder über kleine, etwas steile Pfade abkürzen kann. Wir gelangen schließlich zu einem größeren Parkplatz (Klammeben), wo wir rechts abbiegen und in Richtung St. Felix weiterwandern.

Kurzzeitig befinden wir uns auf einer Fahrstraße. Doch schon kurz nach einer Holz-Schnitzerei zweigt ein kleiner Pfad nach rechts ab. Diesem folgen wir, bis wir wieder auf einen breiteren Weg gelangen. Auf diesem biegen wir links ab und erreichen kurze Zeit später wieder die Gampenjochstraße. Wir gehen rechts, folgen dem Straßenverlauf und erreichen so nach ca. zehn Minuten wieder den Ausgangspunkt der Wanderung.

Noch ein Hinweis: Wer zur Anfahrt den Bus wählt (empfehlenswert, da man so die Aussicht genießen kann), muss die Wanderung exakt planen. Die Strecke Meran - Lana - Gampenpass - Fondo wird nämlich nicht all zu oft bedient. Die ideale Abfahrt erfolgt ab Meran Bahnhof mit dem Bus um 10.12 Uhr (Ausstieg an der Haltestelle Malgasott um 11.11 Uhr). Zur Rückfahrt bietet sich ab Malgasott der Bus um 16.49 An (Ankunft Meran um 17.48 Uhr). Hierzu sollte man aber spätestens um 15.30 Uhr am Gasthof Waldruhe aufbrechen. Wer den Bus dennoch versäumt, hat exakt eine Stunde später noch eine Fahrgelegenheit. ACHTUNG: Die Fahrpläne können sich natürlich saisonal ändern; man sollte sich daher unbedingt vorher informieren.     



































MORTER - LATSCH - MORTER

Diese Rundwanderung erfordert durchaus etwas Orientierungssinn. An einigen Stellen ist die Markierung des Wegs nämlich schwer zu erkennen bzw. gar nicht vorhanden. Also unbedingt vorher entsprechendes Kartenmaterial besorgen.

Erfolgt die Anfahrt mit dem Pkw, fährt man von Goldrain nur kurz in Richtung Martelltal und zweigt dann nach rechts in den Ort Morter ab. Kurz nachdem man auf der Hauptstraße einen Supermarkt (S'Ladele) passiert hat, biegt man rechts ab und gelangt so zum Kulturhaus (Beschilderung), wo es ausreichend Parkplätze gibt. Wählt man stattdessen die Vinschgerbahn zur Anfahrt, steigt man am Bahnhof Goldrain in den Bus Nr. 107 und fährt bis Morter (bitte im Vorfeld unbedingt die Abfahrtszeiten beachten). Das Kulturhaus ist sodann der offizielle Startpunkt zur Wanderung. 


Gleich gegenüber geht es auf dem Schwaigerweg zwischen Häusern bergauf (Beschilderung "Rautwaal). Die Straße geht schon bald in einen Forstweg über, wenig später zweigen wir links auf einen Pfad ab, der nun kurze Zeit bergauf führt. Wir erreichen ein Plateau, auf dem ein großes Kreuz steht. Hier halten wir uns unbedingt links, da wir sonst den richtigen Weg verpassen. Eine Beschilderung findet sich nämlich erst wieder nach der nächsten Wegbiegung. Haben wir den Rautwaal erreicht, geht es diesen etwa drei Kilometer entlang durch Nadel- und Laubwald bis der Weg nach unten führt, wo wir den Fluß "Plima" überqueren. Wenig später überqueren wir auch die Straße ins Martelltal und wandern gleich gegenüber an einer Kiesgrube weiter in Richtung Schloss Obermontani. Von hier aus geht es weiter in Richtung Latsch.

Und nun heißt es aufgepasst: Da der Bierkeller Latsch unser Einkehrziel ist, muss man, nachdem der schmale Weg in eine breite Forststraße übergangen ist, an einer ganz bestimmten Stelle scharf links abbiegen. Hier, kurz nachdem man einen Rastplatz mit Brunnen auf der linken Seite des Weges sowie ein Tor passiert hat, befindet sich jedoch kein regulärer Wegweiser. Bei der letzten Wanderung auf diesem Weg (08. Juli 2016) war auf dem Asphalt eine Beschriftung angebracht worden. Orientieren kann man sich zudem an einem abgedeckten Schacht, der sich direkt an der Abzweigung befindet
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Genau hier geht es links und man erreicht nach wenigen Minuten den Bierkeller. Verfehlt man allerdings diese Abzweigung, läuft man bis zum Ortsrand von Latsch weiter und "darf" die komplette Strecke dann auf einer Fahrstraße zurücklaufen.

Ist man richtig abgebogen, lädt der Bierkeller zur Brotzeit ein (Ruhetag: Montag; Dienstag ab 17.00 Uhr, ansonsten von 10.00 bis 24.00 Uhr geöffnet). Nach einer ausgiebigen Rast mit kulinarischer Stärkung nehmen wir für den Rückweg den Waalweg, der genau am hinteren Ende des Biergartens beginnt (Weg Nr. 5). Auf einer überdachten Brücke überqueren wir schließlich erneut die Plima, durch Obstgärten gelangen wir dann zurück zum Ausgangspunkt nach Morter. Für den gesamten Rückweg benötigt man maximal 45 Minuten. Man folgt der Beschilderung "Morter" und überquert schließlich die Straße ins Martelltal. Kurze Zeit später - nach einer Rechts-Links-Verschwenkung - ist links oben bereits wieder der kleine Lebensmittelmarkt zu sehen. Auf diesen geht man direkt zu, folgt dann links der Dorfstraße ganz kurz leicht bergauf und biegt dann rechts zum Kulturhaus, dem Ausgangspunkt der Wanderung, ab.     



































PARTSCHINS - NASSEREITH

Als Ausgangspunkt für diese Wanderung wählt man am besten den Parkplatz in Partschins oder die Talstation der Texelbahn. Beide Orte werden vom Bus Nr. 265 angefahren.

Wir starten die Tour an der Texelbahn, mit der es zunächst mal hinauf geht zum Giggelberg. Hier, auf rund 1500 Metern, geht es links am Gasthof vorbei und dann gleich wieder rechts in Richtung Nassereith. Der Weg, der vorwiegend durch den Wald führt, ist sehr gut beschildert. Erst kurz vor der bewirtschafteten Nassereithhütte geht man über freies Gelände. Und wenn man Glück hat, wird man kurz vor dem Gasthof von einem Murmeltier begrüßt (Foto rechts). Nach einer Rast machen wir uns schon wieder an den Abstieg, der aber wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als der bisherige Weg. 


Vor allem hat man für den Weg zurück nach Partschins mehrere Möglichkeiten. Die kürzeste Variante ist sicher der Steig, der kurz nach der Hütte abwärts links abzweigt. Allerdings sind hier unzählige Stufen zu bewältigen, weswegen dieser Weg für Wanderer mit Hund nicht unbedingt empfohlen werden kann. Wer auf dem Steig bleibt, gelangt am Ende der Wanderung zum Gasthof Wasserfall, von wo es mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt geht.

Die zweite Variante führt über die Fahrstraße, die zum Großteil asphaltiert ist. Einfach die Abzweigung zum Steig links liegen lassen und immer der Straße folgen. Dieser Weg ist zwar leicht begehbar, nimmt aber die mit Abstand meiste Zeit in Anspruch. Belohnt wird man dafür mit dem Gasthof Prünster im Partschinser Gemeindeteil Tabland, wo noch einmal die Möglichkeit zur Einkehr besteht. Hinter dem Gasthof geht es dann über einen Steig ebenfalls zum Gasthof Wasserfall und damit auch zur Bushaltestelle.

Variante Nummer drei führt zunächst ebenfalls bergab über die Fahrstraße. In einer Kehre zweigt nach etwa 30 Minuten rechts ein Weg in Richtung "Durster" ab. Über diesen wandern wir bergab zum Dursterhof (Einkehr) und anschließend weiter über den Zufahrtsweg zur Straße, die von Partschins zum Wasserfall führt. An der Einmündung befindet sich unsere Bushaltestelle.

Übrigens: Wer es ganz gemütlich haben will, kann auch vom Weg in Richtung Durster nach links abzweigen und so zur Bergstation der Texelbahn zurückkehren. Und wer gerne noch etwas länger unterwegs ist, wandert vom Durster direkt hinunter nach Partschins zur Talstation der Bahn. Der Hinweis, dass man bei allen Routen Kartenmaterial sowie einen Busfahrplan mitführen sollte, versteht sich von selbst.      



































NIEDERLANA (BRANDISKELLER) - ST. HIPPOLYT

Das kleine, vormals romanische Kirchlein St. Hippolyt liegt auf einem landschaftlich einmaligen Basaltbühel oberhalb von Lana. Der Hügel von St. Hippolyt ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern gilt auch als ein mystischer Kultplatz, auf dem Jahrtausende alte Siedlungsspuren zu finden sind. Im 12.Jahrhundert nach Christus erstmals urkundlich erwähnt, zeugen Funde wie jungsteinzeitliche Pfeilspitzen, Klingen und Schaber von der frühen Besiedlung des Ortes, die über 4.000 Jahre zurückreicht. ferner fand man hier auch jungsteinzeitliche Schalensteine. Die Schalensteine und die Spuren neolithischer Brandstätten belegen, dass der Ort lange vor dem Christentum als heidnischer Opferplatz diente. 

Wir wählen als Ausgangspunkt unserer Rundwanderung den Brandiskeller in Niederlana. Der Anfahrt erfolgt mit dem Pkw (nur wenige Parkplätze), die Tour startet sodann direkt am Gasthof, den wir rechts liegen lassen. Zunächst geht es über einen breiten Waldweg steil hinauf nach Unterackpfeif, einem weiteren Gemeindeteil von Lana. Hier ist der Weg kurz asphaltiert und bringt uns bis zur Straße, die von Lana hinauf zum Gampenpass führt. Diese überqueren wir und gehen weiter in Richtung Oberackpfeif zum Götzfriedkeller. Da es für eine Einkehr noch viel zu früh ist, lassen wir auch diesen Gasthof rechts liegen.

Unmittelbar nach dem Götzfriedkeller zweigen wir rechts ab und wandern nun über eine Wiese geradeaus hinauf. Oben angekommen, biegen wir links ab und folgen der Beschilderung nach St. Hippolyt. Der letzte Teil des Wegs ist etwas felsig und endet unmittelbar an dem Kirchlein. Hier gibt es zwar keine Einkehrmöglichkeit mehr, doch wird der Wanderer mit einem herrlichen Ausblick ins Tal belohnt.

Für den Rückweg kann man zwischen einem breiten Weg in Richtung Tisens oder dem Weg Nr. 7, der über Felsstufen und an einem Weiher vorbei ins Tal führt, wählen. Beide Varianten bringen uns zum Parkplatz an der Gampenstraße, der nahe der Bogenbrücke liegt (Foto unten lks.). Wir überqueren die Gampenstrasse, gehen kurz nach links und dann rechts hinunter zum Gruberkeller. Hier ist jetzt endlich Einkehr angesagt.

Vom Gruberkeller wandern wir sodann in Richtung Leonburg. An der Gabelung gehen wir jedoch nicht hinauf zur Burg, sondern halten uns rechts. Der Weg, auf dem wir uns nun befinden, bringt uns zum Brandiskeller, dem Ausgangspunkt der Wanderung, zurück.

  



































ÜBER DEN HÖFEWEG ZU DEN URLÄRCHEN IM ULTENTAL

Der Ultner Höfeweg eignet sich besonders gut, um einen Eindruck vom Ultner Tal zu bekommen und die urigen Höfe, die das Tal so besonders machen, aus nächster Nähe zu erkunden. In ständigem Auf und Ab führt er über kleine Brücken und vorbei an hübschen und mit Liebe errichteten Paarhöfen - natürlich mit typischen Schindeldächern. Kultur, Lebensweise, Geschichte und Natur sind entlang dieses Weges in einzigartiger Weise vereint. Den Abschluss der nachfolgend beschriebenen Wanderung bilden die Ultner Urlärchen. Deren Umfang ist wahrlich erstaunlich - ihren Namen werden sie allemal gerecht.

Ausgangspunkt der Wanderung, die über den Tal einwärts auf der rechten Seite verlaufenden Höfeweg führt, ist St. Nikolaus. Hierhin gelangt man entweder mit dem Pkw oder mit dem Bus von Meran oder Lana aus. Direkt rechts neben der Dorf-Bar geht es auf einer Asphaltstraße bergauf bis zur dritten Brücke. Hier biegen wir links ab und gelangen somit auf den zunächst stets gut ausgeschilderten Höfeweg.

Nach frühestens 60 Minuten - längere Foto-Pausen einkalkuliert - treffen wir auf einen Wegweiser, der nach links auf den Weg Nr. 14a talwärts hinweist. Ein Pfad ist hier allerdings nicht mehr zu erkennen. Wir bleiben deswegen noch einen Moment auf dem Höfeweg und biegen dann vor dem nächsten Bauernhof nach links ab (Achtung: keine Beschilderung). Ein verhältnismäßig breiter Weg bringt uns ins Tal zur Fahrstraße, die wir überqueren, dann ein ganz kurzes Stück Tal einwärts wandern und an der linksseitigen Einmündung einer Asphaltstraße wieder verlassen. Hier biegen wir links ab und wandern auf der Straße etwa zehn Minuten bergauf, bis wir auf einen weiteren Teilabschnitt des Höfewegs treffen, der rechts abzweigt. Dieser bringt uns geradewegs zu den Urlärchen.

Anschließend bietet sich eine Rast im nahegelegenen Gasthof an. Von hier aus geht es dann weiter in Richtung St. Gertraud, von wo uns der Bus zum Ausgangspunkt der gemütlichen Wanderung in St. Nikolaus oder gleich wieder ins Burggrafenamt zurückbringt.